
Karton-Kunstwerke: Wenn Fantasie Form annimmt
Im neuen Jahr 2026 startete die Klasse 5e/6e von Corina Pfisterer und Melanie Wyss ihr überfachliches Projekt zum Thema «Wir bauen eine Erfindung aus Karton». Planung und Bau verknüpfen verschiedene Fächer miteinander und ermöglichen eine praktische Anwendung des Gelernten.
Beim Konstruieren ihrer Bauprodukte wenden die Kinder ihr geometrisches Wissen direkt an. Sie messen Längen, berechnen Grössen und achten auf passende Formen und Proportionen, um ihre Erfindung stabil und funktionsfähig umzusetzen. So werden die Fächer Mathematik und Geometrie aktiv miteinbezogen.
Kein Bau ohne Planung: Die Schülerinnen und Schüler verfassen zu ihrer Erfindung eine verständliche Bauanleitung. Dabei üben sie, Arbeitsabläufe klar zu beschreiben, Fachbegriffe korrekt zu verwenden und Texte strukturiert aufzubauen – ein zentraler Bestandteil des Deutschunterrichts.
Im Bildnerischen Gestalten (BG) skizzieren und visualisieren die Kinder ihre Ideen. Sie planen das Design ihrer Erfindung, setzen Formen bewusst ein und beschäftigen sich mit der gestalterischen Umsetzung ihres Produkts.Auch das Fach Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) kommt zum Zug. Anhand von Forschungsfragen setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Material Karton auseinander. Sie lernen den Weg des Kartons kennen – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Wiederverwertung – und reflektieren den nachhaltigen Umgang mit Materialien.
Durch dieses Projekt werden fachliche Inhalte sinnvoll vernetzt. Gleichzeitig werden Selbstständigkeit, Kreativität und problemlösendes Denken der Kinder gezielt gefördert.
Mit Stolz präsentierten die Kinder ihre Ergebnisse in einer gut besuchten Ausstellung im Kulturraum, wo die Besucherinnen und Besucher die fertigen Produkte anerkennend begutachteten.
Text: Melanie Wyss, Rudolf Weiler
Fotos: Maximilian Schwinge, Rudolf Weiler
