
Stillstand ist nicht ihre Sache
Seit dem 1. August verstärkt Aléxia Jaggi als Co-Schulleiterin das Führungsteam der Schule In der Höh. Die studierte Juristin bildete sich auf dem zweiten Bildungsweg zur Lehrerin und Schulleiterin aus.
Aufgewachsen ist Aléxia Jaggi in der Millionenstadt Rio de Janeiro. Ihre Mutter stammt aus Brasilien, ihr Vater aus Indien. Nach dem Besuch der Deutschen Schule in Rio absolvierte sie ein Jurastudium und schloss dieses mit einem Master in Düsseldorf ab. Während des Masterstudiums lernte sie auch ihren späteren Mann kennen, einen Berner.
Zunächst arbeitete Jaggi als Juristin in Brasilien, Deutschland und Genf. Mit der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2012 entschied sie sich jedoch für einen beruflichen Neustart. Über einen Quereinstieg wurde sie Lehrerin und absolvierte später zusätzlich die Ausbildung zur Schulleiterin.
Über zehn Jahre war sie in Opfikon tätig, zuerst als Lehrerin auf der Mittelstufe und auf der Unterstufe. Zuletzt leitete sie die Schule mit rund 500 Schülerinnen und Schülern.
Dass sie heute an einer QUIMS-Schule arbeitet, ist für Jaggi kein Zufall. Aufgrund ihres eigenen Migrationshintergrundes liegen ihr Schulen mit einer vielfältigen Schülerschaft besonders am Herzen. «Ich wollte unbedingt an einer QUIMS-Schule arbeiten», sagt sie.
Die Kinder stehen im Zentrum
An der Schule In der Höh fand sie nach eigenen Angaben genau das, wonach sie gesucht hatte. Besonders schätzt sie die innovative Ausrichtung der Schule, die offene Architektur sowie das motivierte und gut organisierte Team. Auch die Zusammenarbeit mit ihrer Co-Schulleiterin Anna Spanning erlebt sie als Gewinn. Beide seien sehr engagiert und brächten viel Leidenschaft für ihre Aufgabe mit.
Eine der grössten aktuellen Herausforderungen sieht Jaggi in der Umstellung der AdL-Klassen auf auf eine Zweizügigkeit per Schuljahr 2027/28 (1./2. Klasse; 3./4. Klasse und 5./6. Klasse.). Wichtig ist ihr dabei, gemeinsam mit den Lehrpersonen tragfähige Lösungen zu entwickeln. Ihre Rolle versteht sie vor allem darin, den Lehrpersonen optimale Rahmenbedingungen für den Unterricht zu ermöglichen. «Am Ende geht es uns allen um die Kinder. Diese stehen immer im Zentrum», sagt sie. Ebenso grossen Wert legt sie auf eine transparente Kommunikation innerhalb der Schule und gegenüber den Eltern.
Gemeinsames Hobby
Privat lebt Alexia Jaggi mit ihrer Familie im Zürcher Unterland. In ihrer Freizeit reist sie gerne, schaut Filme oder geniesst das vielfältige Angebot der Stadt Zürich. Mit ihrer Co-Schulleiterin verbindet sie zudem eine gemeinsame Routine, auch wenn sie darüber schmunzeln muss. Beide besuchen nahezu täglich ein Fitnessstudio. Während Anna Spanning bereits um vier oder fünf Uhr morgens trainiere, beginne sie mit dem Training selbst «erst» um sechs Uhr. «Begeistert bin ich nicht unbedingt davon», sagt Jaggi lachend. «Aber es gehört inzwischen zu meinem festen Tagesablauf.»
Stillstand ist ohnehin nicht ihre Sache. Zu ihren Hobbys zählt auch die Weiterbildung. Aktuell absolviert sie an der Pädagogischen Hochschule den Masterstudiengang Education Leadership. Gleichzeitig engagiert sie sich als Mentorin für angehende Schulleitungen und begleitet diese auf ihrem Weg in den Beruf.
