
Dank Schutzanzug ganz nah bei den Bienen
Sie liefert uns Honig und Wachs, bestäubt Nutzpflanzen und gilt als Inbegriff des Fleisses: die Honigbiene. Die Klasse 5d/6d aus dem Schulhaus Hellwies durfte einen Bienenstock aus nächster Nähe erleben.
Im Fach Natur, Mensch, Gesellschaft haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den hilfreichen Insekten beschäftigt. Besonders profitieren konnten sie vom Wissen ihres Lehrers Alfred Zweidler, der selbst Imker ist und eigene Bienenvölker am Waldrand Richtung Kindhausen betreut.
Besuch einer urbanen Imkerei
Als Abschluss des Unterrichtsthemas besuchte die Klasse am Dienstag, 7. April, die Imkerei der Wabe3 in Altstetten in Zürich. Die urbane Imkerei betreut rund 100 Bienenvölker an zwölf Standorten in der Stadt und produziert lokalen Stadthonig. Für Schulklassen bieten sie beim Bienenstand auf dem Schulareal Untermoos Führungen an.
Vor der Besichtigung der Bienenstöcke frischte Katie Richard von der Wabe3 das Wissen der Kinder auf. Sie erklärte die wichtigsten Fakten zu Honig- und Wildbienen sowie zur Bedeutung von Hummeln, die etwa für die Bestäubung von Tomaten unverzichtbar sind. Honigbienen sammeln Nektar und Pollen von Blüten, um sich und ihre Brut zu ernähren. Honig wird aus Nektar gemacht. Daneben produzieren Honigbienen aber auch Wachs für den Wabenbau, Bienenharz (Propolis) zum Abdichten und zur Desinfektion des Bienenstocks und Gelée Royale als Nahrung für die Königin. Imkerinnen und Imker ernten nur den Honigüberschuss aus den oberen Honigräumen; den Vorrat im Brutraum behalten die Bienen für den Winter.
Zwischen 2000 bis 3000 Bienen in der Hand
Anschliessend durfte die Klasse ein Bienenvolk aus nächster Nähe betrachten. Zum Schutz gab es für alle Imkerjacken mit einer Schutzhaube für den Kopf. Als zusätzlicher Schutz vor Stichen kam zudem Rauch aus dem Smoker zum Einsatz. Dieser beruhigt die Tiere, sodass der Bienenstock sicher geöffnet werden kann. Die Bienen interpretieren den Rauch als Zeichen eines möglichen Waldbrands und beginnen instinktiv, Honig zu fressen, um sich auf die Flucht vorzubereiten. Dieses Vollfressen macht sie ruhiger und weniger stechfreudig.
Von ganz nah durften die Schülerinnen und Schüler eine Brutwabe bestaunen. Jede Biene im Bienenstock hat ihre Rolle. Die Königin sorgt für Nachwuchs. Die Arbeiterinnen fliegen aus, sammeln Nektar, bauen Waben, füttern die Larven und halten den Stock sauber. Die Drohnen, also die männlichen Bienen, haben nur eine Aufgabe: Sie begatten die Königin.
Mutige durften einen Wabenrahmen mit 2000 bis 3000 Bienen halten. Sogar die Königin mit ihrem langen Hinterleib wurde entdeckt; aber auch Drohnen, die keinen Stachel besitzen. «Die Bienen sind sehr spannende Tiere», finden Ramiro und Niki denn auch zu Recht nach dem Besuch des Bienenstocks.
Zum Abschluss der Exkursion wanderte die Klasse bei strahlendem Frühlingswetter zum Hasenrain zum Grillieren, bevor es am Nachmittag zurück nach Volketswil ging. Im Juni ist mit der Parallelklasse ein weiterer Ausflug zu den Bienenstöcken von Lehrer Alfred Zweidler geplant.
