
«Steibrugg»-Kindergärtler lernen den richtigen Umgang mit Hunden
Im Kurs «Codex Kind und Hund» lernten die Kinder des Kindergartens Steibrugg C am Montag, 22. Juni, spielerisch, wie man sich bei Begegnungen mit einem Hund am besten verhält.
Kinder im Alter bis zu 10 Jahren werden häufiger von Hunden gebissen als ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zudem sind die Verletzungen oftmals gravierender, denn wegen ihrer Körpergrösse werden Kinder vermehrt im Kopfbereich gebissen. Viele Vorfälle passieren, weil die Kinder keine Erfahrung im Umgang mit Hunden haben und sich ihnen gegenüber nicht adäquat verhalten. Doch wie kann man Hundebissen vorbeugen?
Mit fünf Mensch-Hunde-Teams
Das beste Schutzwerkzeug für Kinder ist, ihnen zu vermitteln, wie sie sich gegenüber eigenen und fremden Hunden verhalten sollen. Genau dies ist auch das Ziel des Kurses «Codex Kind und Hund», der von der kantonalen Gesundheitsdirektion (Veterinäramt) für Kindergärten kostenlos angeboten wird. Durchgeführt werden die Kurse, die zwei Lektionen umfassen, vom Zürcher Hundeverband ZHV. Dieser schickt für die Kurse geprüfte Mensch-Hunde-Teams in die Schulen.
Im «Hellwies» lernten die Kinder vom Kindergarten Steibrugg C das korrekte Verhalten gegenüber Hunden gemäss dem Programm «Prevent a Bite». So besuchte am 22. Juni ein fünfköpfiges Team bestehend aus Rita Eppler (mit Silken Windsprite Clooney), Andrea Huber (mit Havaneser Milo), Nisha Neff (mit Schäfer-Dobermann-Mix Kiva), Tanja Brändle (mit Australien Cobberdog Oris) und Bice Savini (Pudel-Chihuahua-Mix Smoky) die Steibrugg-Kinder.
Hund streicheln als Höhepunkt
Im Kurs werden den Kindern einfache Verhaltensregeln im Umgang mit Hunden in verschiedenen Situationen, draussen wie auch drinnen, vermittelt. Dies machen sie auf spielerische Art mit der Handpuppe Lilly und dem Plüschhund Struppi. So lernen die Kinder, dass man vor Hunden nicht davonrennen darf, dies würde ihren Jagdinstinkt wecken. Nähert sich ein Hund, ist es wichtig, ruhig stehen zu bleiben, den Blick abzuwenden und allfällige Sachen in den Händen (Znüni, Ball etc.) fallen zu lassen. So kann der Hund die Sachen beschnuppern und das ruhigstehende Kind wird «als nicht interessant» vom Hund angesehen. Diverse praktische Übungen und ein Kinderlied helfen, diese Regeln den Kindern altersgerecht zu vermitteln.
Zum Schluss dürfen die Kinder einen Hund streicheln. Zuerst aber fragen sie die Hundehalterin um Erlaubnis, wie sie es im Kurs gelernt haben. Danach dürfen sie den Hund beim Namen rufen und ihm mit der Hand über das Fell fahren.
Mehr Infos unter: https://codex-hund.ch/
Bilder: Beatrice Zogg; Liliane Wanner
